Im Visier der Rechten: Dieter Appel, Otto Balmes und Tilmann Distelbarth

In den Medien findet man zu diesem brisanten Thema nichts, es wird totgeschwiegen. Deutsche Verleger sind seit Jahren im Visier der Rechtsradikalen und Neonazis. Bereits in einer Zusammenstellung mit dem Namen “ListeDerFeindeDeutschlands” aus dem Jahr 2008 sind zahlreiche Verleger wie Dieter Appel, Hans-Otto-Balmes oder Tilmann Distelbarth aufgeführt.

Explizit wird in der mehrere hundert Personen umfassenden Liste mit Hinweisen wie “Jude”, “Rotarier” oder “Freimaurer” agitiert.

Auf Google Deutschland ist diese Liste als Ergebnis in der Trefferliste entfernt, verwendet man jedoch Google.com oder Google.fr oder eine andere fremdsprachige Suchmaschine findet man die Liste ohne Probleme. Wer zum Beispiel den Namen “Otto Balmes” oder “Tilmann Distelbarth” in Verbindung mit der Liste bei Google.de sucht, wird nicht fündig. Mit allen anderen Länderversionen von Google findet man Treffer und Hinweise auf die Aktivitäten der Rechtsradikalen und Neonazis. Bei den Namen “Otto Balmes” und “Tilmann Distelbarth” wird in einem Forum zum Bespiel auf den jüdischen Ursprung und jüdisches Kapital verwiesen und übelste Verdächtigungen verbreitet.

Hinzu kommt, im Internet finden sich unzählige Aufrufe zur Gewalt gegen Deutsche Verleger. Für die betroffenen Verleger, ihre Familien und ihr Umfeld sind derlei Publikationen mehr als bedrohlich und gefährlich. Dauerhaft geraten sie dadurch in den Fokus radikaler Neonazis. Schutzmöglichkeiten gibt es gegen diese Bedrohungen keine. Das Risiko ist hoch, das irgendwann ein radikalisierter Verrückter durchdreht.