Verleger bereichern sich rücksichtslos auf Kosten der Zusteller

by harrymann2014

Der Mindestlohn von 8,50 Euro wird von der Mehrheit der deutschen Zeitungsverleger vehement bekämpft. Der Heilbronner Verleger Tilmann Distelbarth ist hier leider keine Ausnahme. Er fordert ebenfalls eine mehrjährige Übergangsfrist und Ausnahme- und Sonderregelungen.

Die Frage ist: Warum? Peter Henschel aus Heilbronn stellt diese Frage in seinem „HENSCHEL-BLOG“ und bezeichnet das Verhalten von Tilmann Distelbarth, der über ein Millionenschweres Vermögen verfügt, als Schande. Völlig zu Recht fragt Peter Henschel weiter: „Soll also nun das schwächste Glied, die Zeitungszusteller, deswegen ihr Existenzminimum in Frage stellen lassen?! Nachdem diese Problem alle anderen Branchen auch haben, würde dies im Umkehrschluss heißen, wir brauchen noch mehr BilligstarbeiterInnen?“

Die Veröffentlichung kritischer Leserbriefe zu diesem Thema lehnt die Redaktion der Heilbronner Stimme in vorauseilendem Gehorsam – auch auf Nachfrage – ab.

Man kann nur hoffen, dass Unternehmer die so rücksichtlos wie Tilmann Distelbarth auf ihre eigenen Interessen erpicht sind, gesellschaftlich geächtet werden. Im Bundestag konnte sich die Lobby der Zeitungsverleger heute durchsetzen. Für Zusteller wurde eine Ausnahmeregelung bis 2017 verabschiedet.

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